"Die Rückkehr des Luchses nach Nordwest Polen"

Das Projekt wird von der Westpommerschen Natur-Gesellschaft durchgeführt, zusammen mit dem Institut für Säugetierbiologie der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Białowieża und dem Kulturzentrum in Mirosławiec.

Über das Projekt

„Die Rückkehr des Luchses nach Nordwest-Polen”

Das Projekt wird von der Westpommerschen Natur-Gesellschaft durchgeführt, zusammen mit dem Institut für Säugetierbiologie der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Białowieża und dem Kulturzentrum in Mirosławiec.

Ziel des Projektes ist es, den Luchs in seinem früheren Verbreitungsgebiet im Nordwesten Polens wieder anzusiedeln und geeignete Bedingungen für die Entwicklung der Population sicherzustellen. Um Tiefland-Luchse aus der Gefangenschaft auswildern zu können, werden wir eine neue Methode anwenden, die auf der „born-to-be-free“-Methode basiert, die bereits in anderen Projekten verwendet wird und den Erfolg der Wiederansiedlung sicherstellen sollte.

Die zugrundeliegende Idee ist es, Bedingungen zu schaffen, unter denen sich junge, in Gefangenschaft geborene Tiere an das Leben in freier Wildbahn anpassen können, sie zu vermehren und dann gemeinsam mit ihren Müttern freizulassen.

Der Luchse werden in Dzika Zagroda in Jabłonowo - einem Schau- und Zuchtbetrieb - gezüchtet. Die Zucht basiert auf Paaren von Tieflandluchsen aus Zoos, die den Luchs und seine Wiedereinführung als Touristenattraktion fördern. Bevor die Luchse in zuvor identifizierten optimalen Gebieten ausgewildert werden, werden die jungen Individuen aus eigener Zucht in besonderen Akklimatiosations-Gehegen darauf vorbereitet.

Alle adulten Tiere werden vor dem Transport ins Auswilderungs-Gehege immobilisiert, wobei ein GPS-Halsband angebracht wird.

Detailierte Ziele des Projektes:

  1. Wiederansiedelung einer reproduzierenden Population des Tieflandluchses im Nordwesten Polens
  2. Sicherstellung nachhaltiger sozialer Akzeptanz für die Luchspopulation durch Verhinderung von Konflikten und Verbreitung von Informationen
  3. Erhaltung der Anzahl und der genetischen Vielfalt der Luchse durch Schutz der Migrationskorridore
  4. Verhinderung der anthropogenen Mortalität

Stelllen, die berechtigt sind, Kosten zu übernehmen:

Institut für Säugetierbiologie der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Białowieża

Das Institut für Säugetierbiologie der Polnischen Akademie der Wissenschaften ist eine unabhängige Forschungseinheit der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Es ist eine der ältesten wissenschaftlichen Einrichtungen der Akademie und das einzige Institut der Akademie in der Woiwodschaft Podlachien. 1952 von Prof. August Dehnel gegründet war es bis 2010 unter dem Namen „Säugetierforschungsinstitut der Polnischen Akademie der Wissenschaften“ bekannt. Langjähriger Direktor der Einheit war Prof. Zdzisław Pucek. Die Forschung des Institutes für Säugetierbiologie hat die Entwicklung der Mammalogie in Polen von Anfang an geprägt. Die vom Institut durchgeführten Forschungen auf den Gebieten der Morphologie, Taxonomie, Systematik, Evolution, Populationsgenetik, Ethologie und Ökologie von Säugetieren sind akademischer Natur, werden jedoch auch zum Schutz der Natur und zur Bewirtschaftung von Tierpopulationen eingesetzt.

Kulturzentrum  Mirosławiec

Das Kulturzentrum in Mirosławiec ist eine kommunale Kultureinrichtung in der Gemeinde Mirosławiec. Die Aktivitäten des Kulturzentrums erstrecken sich über das Haus der Kultur, das regionale Wisent-Zentrum, das Museum des Kampfes um die Pommernstellung, eine Bibliothek mit Lounge und viele städtische Veranstaltungen, etwa das Wisent-Festival.

Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.okwm.pl/

Wir werden unterstützt von:

WWF Polen

Die internationale Nichtregierungs- und Umweltorganisation wurde 1961 gegründet. Ihre Mission ist es, die Verschlechterung der natürlichen Umwelt der Erde zu stoppen und eine Zukunft zu schaffen, in der die Menschen im Einklang mit der Natur leben. Der Hauptsitz der Organisation befindet sich in der Schweiz.

 

Provinzfonds für Umweltschutz und Wasserwirtschaft in Stettin

Das Provinzfonds für Umweltschutz und Wasserwirtschaft in Stettin sieht seine Aufgabe darin, sich an der Lösung von Umweltschutz-Problemen auf lokaler, regionaler sowie überregionaler Ebene zu beteiligen. Dies geschieht durch Kofinanzierung von Projekten zum Schutz der Umwelt und zur Wahrung ihrer natürlichen Werte.